Weltkinderbuchtag: Anne zeigt, wie Lesepatenschaft Kinder stärkt 📚✨

02. Apr 2026

Weltkinderbuchtag: Anne zeigt, wie Lesepatenschaft Kinder stärkt 📚✨
Weltkinderbuchtag: Anne zeigt, wie Lesepatenschaft Kinder stärkt 📚✨

Am Weltkinderbuchtag dreht sich alles ums Lesen. Unsere Kollegin Anne Petruck ist ehrenamtliche Lesepatin und erzählt im Gespräch von ihrem Engagement.

Seit 1967 wird jedes Jahr am 2. April der Internationale Weltkinderbuchtag gefeiert. Also immer am Geburtstag des berühmten dänischen Dichters und Schriftstellers Hans Christian Andersen, den wir vor allem durch seine zahlreichen Märchen wie „Die kleine Meerjungfrau oder „Das hässliche Entlein“ kennen. Der Internationale Weltkinderbuchtag widmet sich dem Ziel, Kinder weltweit für Bücher, Geschichten und das Lesen zu begeistern. Gleichzeitig wird darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig Lesen für Bildung, Fantasie und persönliche Entwicklung ist. Initiiert wurde der Tag von der Organisation International Board on Books for Young People (IBBY). 📖💛

Jedes Jahr übernimmt ein anderes der 84 Mitgliedsländer die Patenschaft und gestaltet das Motto und das offizielle Poster. Dieses Jahr ist Zypern an der Reihe mit der Illustration von Sandra Eleftheriou und der Botschaft „Sät Geschichten und die Welt blüht auf!“, verfasst von der Autorin Elena Perikleous. 🌱🌸

An diesem besonderen Tag finden Lesungen in Schulen, Bibliotheken oder Buchhandlungen statt, es gibt Aktionen rund ums Vorlesen, ebenso wie Schreib- und Malwettbewerbe für Kinder oder bestimmte Kinderbuchempfehlungen. Kurz gesagt, der Weltkinderbuchtag erinnert daran, wie wertvoll Geschichten für Kinder sind und das Lesen Spaß machen kann. 😊

Vorderansicht
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Rückansciht
Rückansciht

Und hier bei der BAUR-Gruppe haben wir uns unsere Kollegin Anne geschnappt. Sie ist seit rund einem dreiviertel Jahr ehrenamtlich als Lesepatin tätig. Was hinter diesem Ehrenamt steckt, erzählt sie uns im Interview.

Anne, herzlichen Dank, dass du uns einen Einblick in dein Ehrenamt gibst. Stell dich doch bitte kurz vor und erzähle uns, wie du dazu gekommen bist, Lesepatin zu werden.


Anne: Sehr gerne. Ich bin die Datenschutzbeauftragte der BAUR-Gruppe Deutschland und zusätzlich im Project Management Office (PMO) tätig. Darüber hinaus engagiere ich mich in der Diversity Crew des Unternehmens. Den ersten Kontakt mit der Lesepatenschaft hatte ich im Rahmen des Diversity Days 2025, bei dem die Pfarrerin der Gemeinde Altenkunstadt die Initiative vorstellte.

Anne Petruck
Anne Petruck

Die Idee wurde unter anderem durch Erhard Ströhl, unserem ehemaligen Bereichsleiter Bau & Technik, inzwischen im Ruhestand, maßgeblich vorangetrieben und lokal etabliert. Für mich persönlich ist es ein sehr passendes Engagement, denn ich habe einen engen Bezug zu Büchern und Sprache. Ich selbst bin begeisterte Leserin, darf meine Freude weitergeben und kann mit überschaubarem Zeitaufwand konkret etwas bewirken.

Was sind die Aufgaben der Lesepat*innen?


Bücher
Bücher

Anne: Als Lesepatin liegt mein Hauptaugenmerk darauf, den Kindern die Freude an Geschichten und am Lesen näher zu bringen. Es handelt sich nicht um Nachhilfe und es herrscht keinerlei Leistungsdruck. 


Die Lesepatenschaft richtet sich vor allem an Leseneulinge , oft schon ab der 1. Klasse. Dabei sind primär Kinder im Fokus, die Unterstützungsbedarf beim Lesen benötigen; beispielsweise Kinder, deren Eltern zeitlich stark eingebunden oder alleinerziehend sind oder deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Die Auswahl, wer eine Lesepatenschaft erhält, erfolgt durch die Schule.

Konkret heißt das, sobald mir ein Kind zugeteilt wurde, lese ich mit dem Kind verschiedene kind- und altersgerechte Texte, zum Beispiel aus der Lesefibel. Wichtig ist, dass das Kind selbst Interesse an den Geschichten hat. Im Moment lesen wir „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry.

Wie oft bist du als Lesepatin tätig?


Anne: Einmal pro Woche für etwa 45 Minuten und nur während der Schulzeit, also keine Ferienbetreuung. Die Lesepatenschaft ist klar strukturiert, es gibt nur Einzelbetreuungen und sie findet in einem geschützten Rahmen, nämlich der Schule, statt.

Wenn ich nun auch Lesepatin werden möchte, wie funktioniert das? An wen muss ich mich wenden? Gibt es das überall?


Anne: Mittlerweile haben einige Gemeinden diese Initiative in ihr Programm aufgenommen und das soll noch weiter ausgebaut werden. Hier in der Nähe kann man sich an Pfarrerin Bettina Beck von der Pfarrgemeinde Altenkunstadt wenden. Bei Interesse durchlaufen die Bewerber*innen einen Prozess. Da es sich um ein Ehrenamt mit Minderjährigen handelt, sind ganz klare Anforderungen notwendig. Es bedarf eines erweiterten Führungszeugnisses und ein Fragebogen nach bayerischem Recht muss ausgefüllt werden. Die Schule wird ebenfalls eng eingebunden und den Eltern gegenüber herrscht absolute Transparenz. Diese Regeln sind unerlässlich, um Sicherheit für alle Beteiligten - Kinder, Eltern, Schule und auch die Lesepat*innen – zu schaffen.


Kontakt für künftige Paten:
Pfarrerin Bettina Beck, Evangelische Kirchengemeinde Strössendorf-Altenkunstadt, 

Telefon: (09572) 9280, E-Mail: bettina.beck@elkb.de


Was glaubst du, warum ist Vorlesen, selbst lesen und das Beschäftigen mit Sprache und Literatur gerade für Kinder wichtig?


Anne: Lesen ist eine zentrale Schlüsselkompetenz, die auch – und gerade – im digitalen Zeitalter unverzichtbar bleibt.

Kinder beim Lesen
Kinder beim Lesen

Lesen und Schreiben sind Grundvoraussetzungen für die gesellschaftliche Teilhabe, eine fehlende Lesekompetenz führt zu massiven Nachteilen im Alltag – Nachrichten, Fahrpläne, Straßenschilder etc. sind nicht erfassbar.In Deutschland gibt es viele funktionale Analphabet*innen, deren Lebensmöglichkeiten stark eingeschränkt sind. Daher ist es wichtig, dass Kinder, die in einem so jungen Alter Wissen praktisch aufsaugen, lesen lernen. Es fallen leider noch zu viele durchs Raster. Davon abgesehen ist Lesen ein Gegenpol zur Aufmerksamkeitsökonomie von Smartphones und Social Media. Ein analoges Medium fördert beispielsweise die Konzentrationsfähigkeit stärker als digitale Medien. Ebenso verankert sich das Schreiben und Lesen auf Papier kognitiv anders als in digitaler Form. In einer lauten, hektischen und stressigen Welt fördert das Lesen von Büchern den Fokus und wirkt sogar stressreduzierend. Wichtig beim Lesen ist vor allem der Spaß an der Sache selbst, denn dadurch wird die Begeisterung geweckt und die Kinder bleiben dran, egal, welches Genre dabei bevorzugt wird.

Und zum Abschluss, was war dein schönstes Erlebnis in deiner Zeit als Lesepatin?


Anne: Das lässt sich so konkret nicht eingrenzen, denn ich empfinde das ganze Ehrenamt als positiv. Jeder Termin ist für sich genommen einzigartig und schön. Besonders prägend sind natürlich die sichtbaren Lernfortschritte, wie Erfolge beim flüssigen Lesen und dem Aufbau eines größeren Wortschatzes. Es ist auch sehr schön zu sehen, wie Kinder Lesen erleben, wenn der Pflichtgedanke wegfällt und Lesen plötzlich Spaß macht.
Ich kann dieses Ehrenamt nur jedem meiner Kolleg*innen ans Herz legen, denn in den wenigsten Fällen kann man mit so wenig Zeitaufwand so viel bewirken und einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag für die Zukunft leisten.

Vielen Dank für den spannenden Einblick in dein Ehrenamt, Anne. Wir wünschen dir noch viele weitere Jahre Freude am Lesen mit Kindern! ✨📚

Dieses Interview führte Marion Ganz von der Unternehmenskommunikation der BAUR-Gruppe.

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Autorin
Marion Ganz

Herzlich willkommen auf unserem JobsBlog der BAUR-Gruppe. 
Ich heiße Marion und im Rahmen eines Praktikums für mein Studium der Kommunikationswissenschaft unterstütze ich die Unternehmenskommunikation der BAUR-Gruppe.
Freut euch mit mir zusammen auf interessante Blogbeiträge und Einblicke hinter die Kulissen. 
Viel Spaß beim Lesen!

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